Morbus Meniére

 

Historie

Erstmalig wurde die Krankheit in der Gazette mèdicale de Paris am 21.09.1861 vom französischen Arzt Prosper Menière wie folgt beschrieben und veröffentlicht (Originalbeschreibung):

 

In einem bis dahin völlig gesunden Gehörorgan können plötzlich Funktionsstörungen auftreten, die in fortwährenden oder intermittierenden Geräuschen veränderlicher Art bestehen, und mit diesen Geräuschen verbindet sich bald eine mehr oder minder starke Abnahme des Gehörs.

Diese Funktionsstörungen, deren Sitz das innere Gehörorgan ist, können Erscheinungen hervorrufen, die als zerebral gelten, wie Schwindelzustände, unsicherer Gang, Drehbewegungen und Umfallen; sie sind zudem von Übelkeit, Erbrechen und einem synkopalen Zustand begleitet.

Auf diejenigen Erscheinungen, denen die intermittierende Form eigen ist, folgt bald immer stärkere Schwerhörigkeit, und oftmals geht das Gehör fast völlig verloren.

Alles spricht für die Annahme, dass die materielle Schädigung, die der Grund für diese Funktionsstörungen ist, in den Bogengängen sitzt.

(Quelle: Dr. Olaf Michel, Morbus Menière, Thieme Verlag)

 

 

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